BACK

Zweck

Vergesslichkeit und was wir damit meinen 


Wir alle sind mehr oder weniger vergesslich.


Menschen mit beginnender, demenzieller Erkrankung spüren kognitive „Aussetzer“ im Alltag. Sie fühlen sich aber nicht „dement“. Wir vermeiden daher diesen stigmatisierenden Begriff  und sagen „Menschen mit Vergesslichkeit“. Damit meinen wir, dass wir uns im Alltag in manchen Punkten beeinträchtigt erleben wegen unserer kognitiven Einschränkungen.


Wir fühlen uns auch immer wieder verunsichert. Wir merken aber auch, dass wir noch vieles selbst tun können und tun wollen. Wir kämpfen an gegen den Verlauf der Erkrankung und kämpfen für unsere Selbstständigkeit.


Vor allem wollen wir weiterhin als Person und nicht als „Demente“ gesehen werden.


PROMENZ ist ein Zusammenschluss von Menschen mit Vergesslichkeit und Unterstützer*innen.


Wir sind soviel mehr als "nur vergesslich" oder eingeschränkt.


Wir organisieren unterstützte Selbsthilfetreffen.  Veranstaltungen Angebote


Wir sind Stimme in der Öffentlichkeit.


Wir vernetzen uns und lernen von Betroffenen und ihren Initiativen im In- und Ausland. Gut zu wissen



Unterstützte Selbsthilfe


„Jetzt war ich schon so lange nicht mehr da. Ich hab ganz vergessen, dass ich dement bin.“
Aus der PROMENZ-Gruppe


PROMENZ organisiert unterstützte Selbsthilfetreffen von Menschen mit Vergesslichkeit 


Wir treffen uns regelmäßig zum Gespräch


Wir haben unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten. Vieles im Leben bewältigen wir selbst.
In der Gruppe informieren wir uns gegenseitig und versorgen uns mit Anregungen, die wir selbst im Alltag als gut, hilfreich und unterstützend erlebt haben. Wir helfen uns selbst und einander.


In der PROMENZ Gruppe machen wir uns gegenseitig Mut, weiter aktiv zu bleiben und uns zu beteiligen. Wir gewinnen Selbstvertrauen.


Die Gruppe ist der Ort, Anregungen und Tipps über interessante Themen wie Ausflüge, Reisen, Bücher, Vorträge, kulturelle/künstlerische Veranstaltungen, Ernährung, körperliche Fitness uns Hobbies auszutauschen.



Wo und wie finden die Treffen statt?


Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag, nachmittags von 15 – 17 Uhr.


Bis auf weiteres treffen wir uns im Kardinal König Haus, 1130 Wien.


Lainzerstraße Ecke Jagdschlossgasse, direkt an der Haltestelle der Straßenbahn 60 "Jagdschlossgasse".


Kosten fallen nur für eine etwaige Bestellung im Café an.



Was bedeutet „unterstützte Selbsthilfe“?  


Wir können über alles, was uns beschäftigt, frei sprechen. Unsere Anliegen, Probleme und Erwartungen stehen im Mittelpunkt.
Wir erhalten Unterstützung, wenn wir sie brauchen:
Unterstützer*innen sichern das Vorankommen im Gespräch, sie bestimmen es nicht. Unterstützer*innen begleiten uns bei Bedarf und nach Möglichkeit zu den Treffen. Auf Wunsch werden wir an den Termin erinnert.
Die Treffen werden vorbereitet.
Es nehmen maximal zwölf Personen an den Treffen teil.     








Stimme in der Öffentlichkeit


„Sie ist mutig genug, es auch zu zeigen.“


Aus der PROMENZ-Gruppe


Wir brauchen Verständnis in unserem Umfeld und in der Öffentlichkeit.


Bei Bedarf brauchen wir auch Hilfe und Unterstützung, um weiterhin selbstständig leben zu können.


Dafür wollen wir uns einsetzen und daher sprechen wir auch in der Öffentlichkeit über unsere Situation.


Wir wollen, dass mit uns und nicht über uns gesprochen und entschieden wird.


Manche von uns haben durch die Gruppe Mut gewonnen und sind zu PROMENZ-Botschafter*innen geworden. Wir sprechen auch in der Öffentlichkeit und in den Medien über unsere Situation. Wir können authentisch darüber reden, was uns beschäftigt, was uns zu schaffen macht und was wir brauchen.


PROMENZ- Botschafter*innen haben bereits mitgewirkt


  • in Podiumsdiskussionen bei Fach- und Jubiläumsveranstaltungen (Caritas der Erzdiözese Wien, Vertretungsnetz)
  • bei der Entwicklung der Österreichischen Demenzstrategie 2015/16
  • bei Pressekonferenzen der Caritas der Erzdiözese Wien und der Volkshilfe
  • am Künstlerischen Forschungsprojekt D.A.S. (Dementia Arts Society) der Universität für Angewandte Kunst, unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Ruth Mateus-Berr
  • am Forschungsprojekt WAY.KEY der Technischen Universität Wien

Wir erhalten viele Anfragen von Medien, Forschungseinrichtungen oder anderen Stellen. Man ist interessiert, unsere Sichtweise zu erfahren. 


Wenn wir uns stark genug fühlen und es die Zeit erlaubt, gehen wir auf diese Anfragen gerne ein. Wir informieren, unterstützen und beraten gerne.


Wir haben einen Verein gegründet. Im Vorstand nehmen wir die Anfragen entgegen. Wir besprechen sie und entscheiden uns dann. Wir teilen die Anfragen unter uns auf. 


Bei Bedarf nehmen wir Unterstützung in Anspruch für die Vorbereitung, Begleitung und Auswertung von öffentlichen Auftritten oder bei Medienkontakten. Manche Journalist*innen sind gerne bereit, auf unsere Wünsche nach einer wertschätzenden und positiven Sprache und unsere Freigabe der jeweiligen Beiträge einzugehen.



Unsere Botschaft ist: 


Wir wollen gut leben mit Vergesslichkeit.


Wir wollen verstanden und akzeptiert werden.


Wir wollen das Leben genießen. Auch wenn wir vergesslich sind.


Wir wollen so selbstbestimmt wie möglich leben und unsere Fähigkeiten einsetzen.


Wir lernen, unsere Kräfte realistisch einzuschätzen. Wir wollen uns nicht überfordern und auch nicht unterfordern.


Wir wollen selber entscheiden können, wann wir kämpfen und wann wir Ruhe geben.


Auch wenn das Altern Einschränkungen hat, wollen wir es wertschätzen.



Wir wollen in der Gesellschaft etwas bewirken.


Wir setzen uns ein für ein positives Bild des Alterns und des Lebens mit Einschränkungen.


Wir wollen Anteil haben am Leben. Dafür braucht es den Abbau von Barrieren und gezielte Unterstützung, z.B. Beratung und Begleitung.


Wir wollen anderen Betroffenen Mut machen, auch Jüngeren.


Auch Angehörige und Nahestehende brauchen Hilfe und Unterstützung: Informationen, Hilfe bei der Bewältigung des Alltags, Entlastung.


Wir alle brauchen Trost und Verständnis für die Veränderung, die von uns gefordert ist.


PROMENZ-2016-10-31-MK-9.jpg#asset:3592016 Alzheimer Europe Kongress Kopenhagen Gesundheitsministerin Sophie Løhde Jacobsen /Bea PROMENZ Botschafterin



PROMENZ-2016-09-16-Caritas-Wien.jpg#asset:358


2016 Pressekonferenz mit Caritas Präsident Michael Landau/ Hellmut PROMENZ Botschafter © Caritas Wien



Vernetzung und Forschung


Wir wollen Menschen mit Vergesslichkeit und ihre Nahestehenden in ganz Österreich unterstützen. Dazu braucht es viele Initiativen von Betroffenen und Unterstützer*innen.


Dafür setzen wir uns ein.


Wir beraten und schulen Personen, die PROMENZ-Initiativen gründen wollen.


Wir vernetzen uns mit Gruppen, die unsere Qualitätskriterien mit uns teilen und vereinbaren.

Wir haben dafür den Verein PROMENZ gegründet. Diesen leiten wir, Menschen mit Vergesslichkeit und Unterstützer*innen. Wir nutzen begleitende, praxisorientierte und partizipative Forschung, um uns kritisch zu hinterfragen und uns weiter zu entwickeln. 


Wir vernetzen uns mit Initiativen im In- uns Ausland, die unsere Ziele und Anliegen unterstützen.


Selbstvertretung


  •  Pressekonferenz Volkshilfe 18.09.2015 Bea mit Erich Fenninger
  • Pflegetag der Caritas Stephansplatz  11.09.2015 Bea und Walter auf der Bühne
  • Präsentation Demenzstrategie 14.12.2015 Bea
  • Pressekonferenz Caritas  16.09.2016 Hellmut mit Michael Landau
  • AE Konferenz in Kopenhagen 31.10.-2.11.2016 Bea
  • Interview in der Kronenzeitung am 22.04.2017 Bea

PROMENZ-2017-05-16-Baum-der-Potentiale-Workshop-CB_9.jpg#asset:3602017 Cornelia Bast Mitglied des Forscherteams D.A.S.Dementia.Arts.Society Workshop Baum der Potentiale © Cornelia Bast