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Bea (14.12.2015) spricht auf dem Podium über ihr Leben mit Vergesslichkeit und die Unterstüzung durch die PROMENZ Gruppe

„Sie müssen sagen, Still Bea bin ich noch nicht.“(Anspielung auf den Film "Still Alice")

"....jemand hat mich zu einem Interview geschickt, dann bin ich zu einer Selbsthilfegruppe im Augarten, das hat mein Leben wirklich verändert. Es war anders als von Kollegen begleitet zu werden.... es war aktive Mitarbeit möglich, ich konnte meine Themen und Erfahrungen einbringen...

Was erwarte ich von der Umsetzung der Strategie? Höhere Wertschätzung und Bezahlung von Beziehungsarbeit, das habe ich als Ärztin mit den Suchtkranken auch gemacht und das kann man auch umsetzen mit älteren Menschen mit und ohne Demenz, Sozialarbeit ist eines, dafür muss man keine Ärztin sein, Beziehungsarbeit sollte ein neuer Beruf sein.

Es geht an den Kern des Menschen, man muss das Umfeld einbeziehen, es gehört gesellschaftlich aufgewertet, nicht mit dem Mäntelchen  Demenz, sondern allgemein, wir werden alle älter und da wird man komisch.

Wie geht es mir als Betroffene? Durch die Monika und Reingard bin ich motiviert worden gesellschaftlich etwas beizutragen trotz Demenz. Ich bin nicht mehr mit der Arztrolle identifiziert, aber ich habe es gerne gemacht...

Man kann aus Allem etwas Positives machen...sie sehen obwohl es da steht (zeigt einen Kurier Artikel) "Veränderungen im Gehirn"... .So schlimm ist es auch nicht....

Wir gehen jetzt mit der Selbsthilfegruppe niederschwellig in ein Caféhaus, weil die Unterstützerinnen machen eh so viel und alles ehrenamtlich, da wollte ich das nicht...vielleicht kann man vermitteln, dass viele in der Selbsthilfegruppe etwas tun (Anm. die Teilnehmerinnen sind vielfach mit teilweise neu entdeckten Fähigkeiten, aktiv) und jetzt ganz  andere Dinge machen, einer macht Poesie...

(Zeigt eine Broschüre Männer und Frauen mit Demenz IFF), so möchte ich nicht beworben werden, die negativen Bilder von Menschen mit Demenz sollten durch positivere ersetzt werden... aber dann kriegt man vielleicht kein Geld..." (gekürzte Version)